Nur etwas mehr als zweieinhalb Jahre dauerte die Produktionszeit des XK140. 1957 kommt der Nachfolger auf den Markt, der XK150. Im Gegensatz zum vorherigen Modellwechsel wird der Umstieg hier in vielen Fassetten radikaler. Seit der Vorstellung des XK120 auf der Motor Show am Earls Court sind fast 10 Jahre ins Land gegangen und die Entwicklung im Design und in der Technik haben den Jaguar XK überholt. Dies kann man bereits am Jaguar XK-SS erkennen der zur selben Zeit in geringer Stückzahl die Strassen befährt und aus der Rennlegende Jaguar D-Type hervor geht. Der XK150 wird der Letzte seiner Art sein, im Nachfolgemodell wird die neue Richtung endgültig mit brachialer Gewalt durchschlagen, dem Jaguar E-Type.

  • Vergleich XK140 zu XK150

Der Jaguar XK150 unterscheidet sich im Äußeren recht deutlich vom Vorgänger. Er besitzt eine durchgängige, gebogene Windschutzscheibe, der Sturz der Dachsäulen gibt dem Wagen eine modernere Silhouette. Die wohl markanteste Änderung ist allerdings in der Seitenlinie zu erkennen. Der "Hüftschwung" des lang nach hinten gezogenen Kotflügel verschwindet und an dessen Stelle tritt eine, der Zeit entsprechende, gerade Linienführung, siehe Abbildung rechts. Dies alles zusammengenommen, mit der, über die Kotflügel gezogenen Motorhaube und dem breiten Kühlergrill, gibt dem Jaguar XK150 ein eher bulliges Aussehen. Aus dem schlanken schnellen Sportwagen ist ein Tourer geworden aber einer der es in sich hat, von Trägheit keine Spur. Dafür sorgt die Motorisierung, von Anfang an stehen zwei Motoren zur Auswahl. Zum einen der Motor des Vorgängermodells und in der "Special Equipment" Ausführung eine verbesserte Version mit den neu entwickelten B-Type Zylinderkopf welcher 210 PS leistet. Später wird noch eine stärkere Motorengeneration, die sogenannte "S"-Version, hinzukommen. Diese wird 250 PS auf die Straße bringen und mit einem netten kleinen S auf der Wagentür dafür Werbung machen, siehe Abbildung. Kurze Zeit später folgt zusätzlich der 3,8 Liter Motor, auch ihn wird es als "S"-Version geben.

  • S-Version Schriftzug

Im inneren der Coupés gibt es Dank dünnerer Türen und schmaleren Rückenlehnen mehr Arm- und Beinfreiheit. Es verschwindet der elegante Look aus Walnussholz und macht einem Armaturenbrett aus Kunstleder Platz. Der XK150 ist als erstes Serienfahrzeug von Anfang an rundherum mit Dunlop Scheibenbremsen ausgerüstet, die wohl größte Erneuerung und ratsam wenn man die neue Motorisierung betrachtet.
Zunächst wird das "Fixed Head Coupé" und das "Drop Head Coupé" auf dem Markt angeboten. Der Roadster ist bereits in Planung wird aber etwas auf sich warten lassen, 10 Monate später ist es soweit. Von Spartanität wie es beim XK120 und XK140 üblich war fehlt nun jedoch jede Spur. Anstatt steckbare Seitenscheiben kommt der Neue mit fest eingebauten Kurbelseitenscheiben und mit Türgriffen und Armlehnen anstatt Zugseilen daher. Mit dem neuen Roadster fällt auch der Startschuss für die bereits erwähnte neue Motorengeneration. Das wichtigste zum Schluss - auf Wunsch kann man den Leaper als Kühlerfigur ab Werk ausrüsten oder sich nachträglich installieren lassen.

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