• Motor Show London 1948

Wir schreiben das Jahr 1948, der Krieg ist seit drei Jahren zu Ende. Eine der größten Automobilmessen der Nachkriegszeit, die Londoner Motor Show am Earls Court, steht kurz vor ihrer Wiedereröffnung. Geplant ist die Show für den 27. Oktober. In der Automobilschmiede Jaguar steht man vor einem Dilemma.
Der neu entwickelte 6 Zylinder Reihenmotor XK sowie das Fahrgestell sind zwar rechtzeitig fertig gestellt worden, jedoch die Karosserie, welche in Auftrag durch die Firma Pressed Steel gefertigt wird, fehlt. Diese drei Hauptkomponenten sind Bestandteil einer  neue entwickelten und schnellen Reiselimousine, dem Mark VII. Jaguar verspricht sich von der Limousinensparte ein besseres Geschäft und möchte den neuen Wagen auf der Motor Show vorstellen.

Als sich immer mehr abzeichnet, dass der Zeitplan nicht gehalten werden kann, entsinnt man eine Notlösung. William Lyons lässt das fertige Fahrgestell des MK VII um 18 Inch kürzen, um für einen Sportwagen den richtigen Radabstand zu erreichen. In Eigenregie designed er eine passende, elegante offene Zweisitzer Karosserie. Diese setzt er zusammen mit Fred Gardner, seinen Mann für die praktische Umsetzung, im hinteren Bereich seines Werkes in Foleshill in die Realität um. Nur beängstigend knapp wird das Wagnis vor der Messe fertig gestellt. Diese Notlösung soll in einer kleinen Auflage von ca. 200 Fahrzeugen produziert werden, um mögliche Kunden der Londoner Motor Show zu bedienen und die Zeit zur Einführung des neuen MK VII zu überbrücken.

Bekanntlich kommt es jedoch immer anders als man denkt. Der neue Roadster schlägt ein wie eine Bombe und die Bestellungen sind so zahlreich, dass sie die angepeilte Stückzahl um mehr als das Doppelte übersteigt, nicht zuletzt wegen des guten Preis-Leistungsverhältnisses. Daraufhin wird beschlossen den Roadster in Serie zu fertigen. Der Jaguar XK120 ist geboren.

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